E-Medikation kommt schrittweise in ganz Österreich

Der Hauptverband der Sozialversicherungsträger und die Ärztekammer haben einen Vertrag zur Einführung der E-Medikation unterzeichnet. Damit werden den Ärzten ihre Investition und die laufenden Wartungskosten ersetzt. Auch die geplanten elektronischen Verordnungen und Zuweisungen werden damit geregelt. Mit der Apothekerkammer wird ein entsprechender Vertrag noch verhandelt.

Nach einem Probebetrieb im steirischen Deutschlandsberg läuft die E-Medikation bereits seit Jahresbeginn in Vorarlberg. Im Mai soll die Steiermark dazu kommen, und in den nächsten eineinhalb Jahren soll das System in ganz Österreich ausgerollt werden. Den Abschluss bildet Wien im September 2019.

Bei der Präsentation zeigten sich alle Beteiligten heute hochzufrieden. Gesundheitsministerin Beate Hartinger-Klein (FPÖ) und Hauptverbandschef Alexander Biach sprachen unisono von einem „Meilenstein“ in der Gesundheitspolitik.

Bis 2019 soll die E-Medikation schrittweise kommen, wie Hartinger-Klein und Biach bei einer Pressekonferenz erläuterten.

Bei der E-Medikation handelt es sich um eine Funktion des Elektronischen Gesundheitsakts (ELGA), mit der für jeden Patienten die von den Vertragsärzten verordneten und von den Apotheken abgegebenen Medikamente ein Jahr lang gespeichert werden. Das gilt auch für rezeptfreie Arzneien, die wechselwirkungsrelevant sind. Die Teilnahme ist freiwillig, eine Abmeldung ist jederzeit möglich. Damit sollen Doppelverordnungen und Wechselwirkungen vermieden und damit die Patientensicherheit erhöht werden.