Bericht: 17 Tote bei türkischem Angriff in Afrin

Türkische Kriegsflugzeuge haben bei einem Angriff im Norden der syrischen Region Afrin nach Darstellung einer oppositionsnahen Gruppe mindestens 17 Menschen getötet. Die Attacke in der Nacht auf heute habe auf prosyrische Truppen gezielt, erklärte die oppositionsnahe Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit Sitz in Großbritannien.

Unter den Toten seien drei Mitglieder der Kurdenmiliz YPG, gegen die sich die türkische Militäroffensive im Norden Syriens richtet. Die übrigen Toten hätten zu regierungstreuen Milizen gehört, die Präsident Baschar al-Assad unterstützen und vergangene Woche nach Afrin vorgerückt seien, um den türkischen Vormarsch zu stoppen. Das türkische Militär wollte sich nicht äußern.

Agentur meldet Hubschrauberangriff

Die Nachrichtenagentur Anadolu meldete, türkische Kampfhubschrauber hätten im Westen Afrins neun YPG-Kämpfer getötet. Der Agentur Dogan zufolge starteten türkische und verbündete Truppen heute eine Operation, um den Ort Radschu in der Region Afrin zurückzuerobern. Die Türkei hatte ihre Offensive in der Region gemeinsam mit verbündeten syrischen Rebellengruppen im Jänner begonnen.

Ihr Ziel ist es, die YPG zu vertreiben, die sie als Terrororganisation betrachtet. Inzwischen hat die Türkei den kompletten Grenzstreifen in Afrin zur Türkei unter ihre Kontrolle gebracht. Ihnen gegenüber gingen regierungstreue syrische Milizen in Stellung, nachdem die YPG die Regierung in Damaskus im Februar um Hilfe gebeten hatte.