Lego-Pflanzen bald aus Biokunststoff

Für den Anfang werden es bezeichnenderweise Blätter, Büsche und Bäume sein: Im Lauf des Jahre will Lego mit der Produktion von Spielzeugelementen auf Basis von Biokunststoff beginnen. Als Erstes werden es eben die Miniaturnachbildung von Pflanzen sein, bei denen der dänische Spielzeuggigant nicht mehr auf herkömmliches Plastik setzt.

Lego-Pflanzen

obs/LEGO GmbH/Maria Tuxen Hedegaard

Die neuen Elemente bestehen aus Polyethylen - ein weicher und biegsamer Kunststoff , der mittlerweile auch auf Basis von Rohrzucker hergestellt werden kann. „Es ist ein erster großer Schritt in unserem ambitionierten Vorhaben, alle Lego-Steine aus nachhaltigem Material zu produzieren“, zitierte der britische „Guardian“ Tim Brooks. Er führt bei dem Konzern die Nachhaltigkeitsabteilung.

Recyle-, aber nicht abbaubar

Wer meint, altes oder kaputtes Lego-Spielzeug in Zukunft auf dem Komposthaufen entsorgen zu können, wird aber wohl enttäuscht werden. Das Material lässt sich zwar gut recyceln. Hundertprozentig biologisch abbaubar sei es aber nicht, bestätigte das Unternehmen.

Harte Steine brauchen - noch - Erdöl

Dazu kommt: Bei Weitem nicht alle Lego-Elemente lassen sich durch Polyethylen auf Pflanzenbasis ersetzen. Vor allem die ikonischen bunten Steine müssen aus hartem Material gefertigt werden.

Seit 1963 setzt das Unternehmen dabei auf einen besonders festen Kunststoff mit dem komplizierten Namen Acrylnitril-Butadien-Styrol-Copolymer, besser bekannt unter der Kurzform ABS. Und dessen wichtigster Rohstoff war und ist Erdöl. Es werde noch lange dauern, bevor auch die Standardsteine aus nachhaltigen Rohstoffen produziert werden können, gestand auch Brooks ein.