Angriff in Burkina Faso: Lage offenbar „unter Kontrolle“

Nach einem bewaffneten Angriff auf französische Einrichtungen in Ouagadougou, der Hauptstadt des westafrikanischen Landes Burkina Faso, ist die Lage nach Angaben Frankreichs wieder „unter Kontrolle“. Laut dem Außenministerium wurden die Angreifer „unschädlich gemacht“.

Karte zeigt Burkina Faso

Grafik: APA/ORF.at

Zuvor hatte es Schusswechsel in der Nähe der französischen Botschaft und des französischen Kulturinstituts gegeben. Ziel des Angriffs könnte auch der Sitz des Generalstabs gewesen sein, der sich in der Nähe befindet. Der französischen Außenministers Jean-Yves Le Drian sagte dem Fernsehsender LCI, es gebe „keine französischen Opfer, soweit wir wissen“. Über Opfer anderer Nationalitäten gab es zuletzt keine Information.

Vier Angreifer getötet

Die Regierung von Burkina Faso sprach von sieben getöteten Angreifern. Wie viele Menschen darüber hinaus getötet oder verletzt wurden, ist unklar. Der Bürgermeister der Stadt, Armand Beouinde, sagte der französischen Zeitung „Le Monde“, es handle sich offenbar um einen Anschlag radikalislamischer Dschihadisten.

Rauchwolke in Ouagadougou

APA/AFP/Ahmed Ouoba

Nach Angaben von Augenzeugen wurde auch das Hauptquartier der Militärs von Burkina Faso angegriffen. Beide befinden sich etwa einen Kilometer von der französischen Botschaft entfernt. Augenzeugen hatten zuvor von fünf bewaffneten Männern und heftigen Schusswechseln berichtet.

Land grenzt an Sahelzone

Zuletzt waren in Ouagadougou bei einem Anschlag auf ein Restaurant im August knapp 20 Menschen ums Leben gekommen. Burkina Faso liegt in Westafrika und grenzt an die Sahelzone, die mit Al-Kaida verbundenen Terrorgruppen als Rückzugsgebiet dient. Im Jänner 2016 hatten islamistische Extremisten ebenfalls ein beliebtes Restaurant angegriffen, 29 Menschen wurden getötet.