Berichte: Syrische Truppen in Ostghuta vorgerückt

Syrische Regierungstruppen sind nach Informationen einer oppositionsnahen Gruppe in der Rebellenenklave Ostghuta weiter vorgerückt. Sie hätten fast vollständig die Kontrolle über die Stadt al-Schafunija übernommen, teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mit Sitz in Großbritannien gestern mit.

Ein Sprecher der Rebellengruppe Dschaisch al-Islam schrieb auf dem Kurznachrichtendienst Twitter, die Truppen von Präsident Baschar al-Assad hätten vergeblich versucht, die nahe gelegene Region al-Rajhan zu stürmen. Al-Schafunija erwähnte er nicht. Dort hielten die Kämpfe nach Angaben eines Kommandanten der Regierungstruppen an.

Ostghuta vor den Toren der Hauptstadt Damaskus ist eines der letzten größeren Rückzugsgebiete der Aufständischen. Es wird von islamistischen Rebellengruppen kontrolliert. Rund 400.000 Menschen sind dort seit Jahren eingeschlossen.

Angeblich syrische Kämpfer bei türkischem Angriff getötet

Unterdessen sollen bei einem türkischen Luftangriffen im Nordwesten Syriens zahlreiche regierungstreue Kämpfer ums Leben gekommen sein. Die Angriffe in der Region Afrin seien die heftigsten gewesen, seit die Einheiten von Assad vor knapp zwei Wochen in das Gebiet eingerückt waren, berichtete die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte.

Luftangriff auf Afrin, Syrien

Reuters/Khalil Ashawi

Die Kämpfe in der Region gehen trotz der Forderung des UNO-Sicherheitsrates nach einer 30-tägigen Waffenruhe weiter. Die türkische Führung hatte klargemacht, dass die verabschiedete Resolution ihrer Ansicht nach nicht für den Konflikt in Afrin gilt.