Italien: Wahlbeteiligung von 58 Prozent bis zum Abend

Bei den Parlamentswahlen in Italien bahnt sich heute eine höhere Wahlbeteiligung als im Jahr 2013 an. Um 19.00 Uhr hatten 58 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben, teilte das Innenministerium mit.

Wahllokal in Italien

APA/AP/Andrew Medichini

In mehreren italienischen Städten, darunter Rom, Mailand und Neapel, bildeten sich lange Schlangen vor den Abstimmungslokalen. Die Gemeinderäte von Rom und Mailand rieten den Wählern, angesichts der langen Wartezeiten so rasch wie möglich zu den Wahllokalen zu gehen. Die Schlangen bildeten sich wegen der neuen Wahlzettel, die Betrug erschweren sollen.

Mischung aus Mehrheits- und Verhältnissystem

61.552 Wahllokale sind seit 7.00 Uhr und noch bis 23.00 Uhr geöffnet. Mit einem Ergebnis wird morgen im Laufe des Vormittags gerechnet. Die Italiener wählen erstmals mit einem neuen, „Rosatellum“ genannten Wahlsystem, einem mühsam ausgehandelten Kompromiss unter den Parteien.

Das neue Wahlsystem, das dieselben Regeln sowohl für die Abgeordnetenkammer als auch für den Senat vorsieht, ist eine Mischung aus Mehrheits- und Verhältnissystem. Ein Drittel der Parlamentssitze wird nach dem Mehrheitswahlrecht vergeben. Der stärkste Kandidat in einem Wahlkreis erhält den Sitz. Zwei Drittel der Parlamentssitze werden nach Verhältniswahlrecht verteilt.