Trumps Wirtschaftsberater Cohn tritt zurück

Der oberste Wirtschaftsberater im Weißen Haus, Gary Cohn, tritt zurück. Dies teilte die US-Regierungszentrale gestern mit. Cohn, der als Architekt von Trumps Steuerreform gilt, lehnt die Strafzölle auf Aluminium und Stahl ab, die US-Präsident Donald Trump in der vergangenen Woche angekündigt hatte.

Es sei ihm eine Ehre gewesen, als Leiter des Wirtschaftsberatergremiums in der Regierungszentrale „meinem Land zu dienen“, erklärte Cohn in einer knappen Mitteilung. Zu den Hintergründen seiner Entscheidung äußerte er sich nicht.

Nach der Rücktrittserklärung des obersten Wirtschaftsberaters im Weißen Haus lobte US-Präsident Trump Cohn in einer schriftlichen Erklärung als „seltenes Talent“. Cohn habe einen „ausgezeichneten Job“ dabei geleistet, die Agenda der Regierung voranzubringen.

Der Präsident verwies auf die Rolle, die Cohn bei der Durchsetzung der im Dezember vom Kongress verabschiedeten Steuerreform gespielt hatte. Trump kündigte noch am Abend auf Twitter an, er werde bald eine Entscheidung über die Nachfolge treffen. „Viele Menschen wollen den Job - ich werde eine weise Entscheidung treffen.“

Trump: EU muss „furchtbare Hürden“ abbauen

Trump machte indes Strafzölle auf Stahlimporte aus Ländern der Europäischen Union von der Handelspolitik in Brüssel abhängig. „Wenn die EU einige ihrer furchtbaren Hürden abbaut, dann können wir anfangen zu reden“, sagte Trump gestern in Washington bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Schwedens Ministerpräsident Stefan Löfven.

Ein Handelskrieg würde den Vereinigten Staaten weniger schaden als anderen Ländern, die derzeit einen Handelsüberschuss mit den USA haben. Die EU habe die Vereinigten Staaten in der Vergangenheit sehr schlecht behandelt.