Fußballprofi Balotelli kritisiert schwarzen Lega-Senator

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Der ehemalige italienische Fußballteamspieler Mario Balotelli hat die Wahl des Aktivisten der ausländerfeindlichen Lega, Tony Iwobi, der zum ersten schwarzen Senator Italiens gewählt wurde, kritisiert. „Vielleicht bin ich blind oder Iwobi hat bisher niemand gesagt, dass er schwarz ist. Was für eine Schande!“, schrieb der Stürmer ghanaischer Herkunft auf seinem Instagram-Profil.

Der Spieler des OGC Nizza, der als Adoptivsohn italienischer Eltern im lombardischen Brescia aufgewachsen ist und zuletzt bei Italiens Vorrunden-Aus bei der WM in Brasilien 2014 für das Nationalteam spielte, war in Italien wiederholt Opfer rassistischer Vorfälle. Der 62-jährige Iwobi, seit Jahren Aktivist der Lega und Verantwortlicher für die Migrationspolitik der Partei, war in einem Wahlkreis in der Lombardei angetreten und schaffte den Sprung ins Parlament.

Kritik von Lega-Chef Salvini

Balotelli erntete mit seinen Worten Kritik von Lega-Chef Matteo Salvini. „Balotelli mag ich nicht als Fußballer, ich mag ihn jetzt noch weniger wegen seiner Aussagen außerhalb des Spielfelds“, kommentierte Salvini.

Iwobi ließ sich nicht aus der Ruhe bringen. „Ich ignoriere Balotelli, was er schreibt, interessiert mich nicht. Ich denke an meine neue Aufgabe. Balotelli ist ein großartiger Spieler und wird es bleiben. Ich hoffe, dass er so weitermacht“, sagte Iwobi. Er bestritt, dass die Lega eine rassistische Partei sei.