„Brexit“: Tusk für Freihandelsabkommen mit London

EU-Ratspräsident Donald Tusk will mit Großbritannien ein Freihandelsabkommen und eine Sicherheitspartnerschaft nach dem „Brexit“ abschließen. „Es wird das erste Freihandelsabkommen sein, das die wirtschaftlichen Verbindungen lockert, anstatt sie zu verstärken“, sagte Tusk heute in Luxemburg. Einen freien Zugang zum Binnenmarkt für Banken will die EU nicht gewähren.

EU will außenpolitische Zusammenarbeit

Die EU werde nur ein ausgewogenes Ergebnis akzeptieren, sagte Tusk. Großbritannien könne nicht die gleichen Rechte wie Norwegen mit den gleichen Verpflichtungen wie Kanada bekommen.

Tusk betonte, die EU und Großbritannien müssten im Kampf gegen Terrorismus und Kriminalität sowie in der Außenpolitik weiter zusammenarbeiten. Zweitens habe er Großbritannien eingeladen, sich auch in Zukunft an Forschungs- und Entwicklungs- sowie Bildungs- und Kulturprogrammen der EU zu beteiligen.

Freihandelsabkommen einzige Möglichkeit

Die britische Premierministerin Theresa May habe allerdings bekräftigt, dass Großbritannien aus dem EU-Binnenmarkt und aus der Zollunion ausscheiden werde und sich nicht mehr der Rechtsprechung des EU-Gerichtshofs unterwerfen werde, so Tusk.

Damit sei ein Freihandelsabkommen die einzige verbleibende Möglichkeit für die Gestaltung der künftigen Beziehungen. Tusk erwartet, dass seine Leitlinien beim nächsten EU-Gipfel am 22. und 23. März angenommen werden.