Viel mehr Solar- und Windstrom nötig als gedacht

Um den Stromverbrauch in Österreich bis 2030 wie geplant über das Jahr gerechnet völlig CO2-frei zu machen, ist künftig viel mehr Elektrizität aus erneuerbaren Quellen nötig als bisher gedacht.

Der Ausbau der Wasserkraft müsste weitergeführt werden wie bisher, bei Windenergie und Photovoltaik müsste kräftig aufgestockt werden. Das Stromangebot aus Wasserkraft soll bis 2030 (Vergleich mit dem Jahr 2016) um 15 bis 20 Prozent wachsen.

Hunderttausende neue PV-Anlagen nötig

Windstrom soll es bis dahin viermal so viel geben und PV-Strom sogar mehr als zehnmal so viel, ergaben neue Berechnungen. Zu den momentan 1.200 Windrädern in Österreich, von denen die meisten in Niederösterreich und dem Burgenland stehen, müssten weitere 1.700 dazukommen.

Bei Photovoltaik reicht das von der neuen Regierung angekündigte „100.000-Dächer-Programm“ bei Weitem nicht aus - nach neuen Daten der Elektrowirtschaft müssten Jahr für Jahr 200.000 neue Anlagen errichtet werden. Bis 2030 wären das in Summe rund 2,4 Millionen neue PV-Anlagen, wenn man dabei von den in der Regel jeweils fünf Kilowatt peak (kWp) Leistung ausgeht. Dafür wären 115 Quadratkilometer Dachfläche nötig.