Punkteliste für Sex bei Schülerunion aufgetaucht

Eine internes Papier bringt derzeit die Schülerunion in Bedrängnis. Wie der „Standard“ gestern berichtete, kursiert innerhalb der ÖVP-nahen Schülervertretung eine Liste, auf der ein Punktesystem für „Schmusen“ und „Pempan“ abgebildet ist. Wer Sex mit einem Schulsprecher oder einer Schulsprecherin hat, erhält beispielsweise vier Punkte. Je höher die Position einer Person, desto höher ist auch die Punktezahl. Das Wiener Magazin „Biber“ hatte schon im Februar über das Punktesystem berichtet.

Laut Sebastian Ratz, Bundesobmann der Schülerunion, und deren Bundesgeschäftsführerin Lena Milacher ist die Liste von ehemaligen Altfunktionären ins Leben gerufen worden. Gegenüber dem „Standard“ betonen beide schriftlich, dass die Schülerunion das Punktesystem „absolut nicht toleriert“. Zum Zeitpunkt „der aktiven Kenntnisnahme“ habe man das sofort unterbunden und weiterkommuniziert.

Wetten abgeschlossen

Ehemalige Funktionäre erklären im „Standard“, dass das Punktesystem via Whatsapp „von ganz oben“ verbreitet werde. Auch Wetten sollen darüber abgeschlossen werden, heißt es. Vor allem auf Seminaren, die über Wochenenden gehen, sollen Punkte gesammelt werden.

Zwischendurch sei die Liste zwar schon gelöscht, aber immer wieder neu erstellt und aktualisiert worden. Das System werde laut einem Ex-Funktionär bundesweit angewendet und auch von Personen genutzt, die nicht der Schülerunion angehören.