EU und USA vertagen Gespräche über Strafzölle

Die USA und die EU sind weiter uneins über eine Ausnahmeregelung bei den von US-Präsident Donald Trump verhängten Schutzzöllen auf Stahl und Aluminium. Die bisherigen Gespräche hätten keine unmittelbare Klarheit über das genaue US-Verfahren gebracht, teilte EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström heute nach einem Treffen mit dem US-Handelsbeauftragten Robert Lighthizer in Brüssel mit.

Bisher sei nicht klar geworden, wie genau die USA sich die Mechanismen vorstellten, nach denen bestimmte Länder von den Zöllen ausgeklammert werden könnten, so Malmström. Auf dem Kurznachrichtendienst Twitter ergänzte sie: „Als enger Sicherheits-und Handelspartner der USA muss die EU von den angekündigten Maßnahmen ausgenommen werden.“ Die Diskussion werde nächste Woche fortgesetzt.

Termin seit Längerem vereinbart

Ein Durchbruch wurde von den bereits seit Längerem angesetzten Konsultationen ohnehin nicht erwartet. An dem schon länger geplanten Treffen nahm auch der japanische Wirtschaftsminister Hiroshige Seko teil, dessen Land ebenfalls von den US-Zöllen betroffen ist.

Ursprünglich sollte es bei den Gesprächen in Brüssel um die chinesische Überproduktion von Stahl gehen. Auf China entfällt etwa die Hälfte der weltweiten Stahlproduktion. Durch die jüngsten Entwicklungen nahmen die Unterredungen jedoch den Charakter eines Krisentreffens an.

US-Präsident Donald Trump hatte am Donnerstag Zölle von 25 Prozent auf Stahlimporte und zehn Prozent auf Aluminiumeinfuhren verhängt. Die EU-Kommission bereitet Gegenmaßnahmen vor.