Toys’R’Us schließt alle US-Filialen

Der insolvente Spielzeughändler Toys’R’Us löst seine Filialen in den USA auf. Es sei nicht gelungen, einen Käufer zu finden, teilte das Unternehmen heute mit. Auch eine Einigung mit den Gläubigern zur Umschuldung sei gescheitert.

Die Einzelhandelskette mit ihren rund 33.000 Mitarbeitern in den USA hatte vor sechs Monaten Insolvenz angemeldet. Vor allem die Konkurrenz von Onlinehändlern wie Amazon hat dem Unternehmen zugesetzt.

Möbelgeschäft für Kinder nach dem Krieg

Gegründet wurde Toys’R’Us im Jahr 1948 - also während des Babybooms nach dem Zweiten Weltkrieg - von Charles Lazarus als Möbelgeschäft für Kinder. Erst nachdem er mehrere Kundenanfragen für Spielzeug erhalten hatte, änderte er zehn Jahre nach der Gründung seinen Fokus. Seitdem funktioniert das Spielzeuggeschäft wie ein Supermarkt mit Selbstbedienung, Regalen und Einkaufswagen.

Nach 70 Jahren schließt der Großhändler nun alle 880 Filialen in den USA. Bereits im Jänner kündigte man an, 182 Geschäftsstellen zu schließen. Toys’R’Us zählt eigenen Angaben nach 66 Märkte in Deutschland. Dort sollen etwa 1.800 Mitarbeiter beschäftigt sein. In Österreich gibt es 15 Filialen.