Klage gegen Trump: Weitere Frau will Abmachung kippen

Nach der Pornodarstellerin Stephanie Clifford (Stormy Daniels) will eine zweite Frau die Aufhebung einer Schweigevereinbarung über eine angebliche Affäre mit dem heutigen US-Präsidenten Donald Trump erwirken. Die Anwälte des früheren „Playboy“-Models Karen McDougal reichten gestern eine entsprechende Klage bei einem Gericht in Los Angeles ein.

Sie führen unter anderem ins Feld, dass ihre heute 46-jährige Mandantin seinerzeit über die Natur der Vereinbarung in die Irre geführt worden sei.

Die Klage richtet sich gegen das Medienunternehmen American Media Inc. (AMI), das Mutterhaus des Skandalblatts „National Enquirer“. AMI erwarb der Klage zufolge während des Wahlkampfs 2016 für 150.000 Dollar (rund 120.000 Euro) die Exklusivrechte an McDougals Geschichte über die angebliche Affäre. Das Unternehmen hatte demnach aber nie vor, die Geschichte zu veröffentlichen. Das Unternehmen habe das in den Verhandlungen über den Deal mit der Freundschaft von AMI-Chef David Pecker zu Trump begründet.

Angebliche Drohungen aus Trump-Lager

In der Klage wird auch von angeblichen Drohungen aus dem Trump-Lager gegen McDougal berichtet. Das Rechtsberaterteam des Präsidenten habe ihr gedroht, sie „finanziell zu ruinieren“, wenn sie den Medien die angebliche Affäre schildere. Der „New Yorker“ hatte allerdings bereits im Februar ausführlich darüber berichtet. Als Quelle nannte das Magazin handschriftliche Aufzeichnungen McDougals, die ihm von einem Freund des Ex-Models zugespielt worden seien.

Trump hat eine Affäre sowohl mit McDougal als auch mit Clifford dementiert. Der 39-jährige Pornostar geht ebenfalls mit einer Klage gegen eine Stillschweigevereinbarung vor.

Gericht lässt Klage von „Apprentice“-Teilnehmerin zu

Ein Gericht in New York ermöglichte unterdessen eine weitere Klage gegen den US-Präsidenten. Summer Zervos, eine ehemalige Teilnehmerin der Fernsehsendung „The Apprentice“ mit Trump, wirft dem Präsidenten vor, sie im Jahr 2007 in einem Hotelzimmer bedrängt zu haben. Sie reichte Klage ein, nachdem Trump die Vorwürfe als „erfunden“ zurückgewiesen hatte.