Bayerns Ministerpräsident Söder entlässt fünf Minister

Bayerns neuer Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat mit der Bildung seines ersten Kabinetts für mehrere Überraschungen gesorgt. Söder verzichtete in seiner heute im bayrischen Landtag vereidigten Ministerriege gleich auf fünf Minister seines Vorgängers Horst Seehofer. Unter den Entlassenen befindet sich Ludwig Spaenle, der ein Superministerium für Wissenschaft und Bildung führte und von Seehofer noch eine Jobgarantie hatte.

Der Verzicht auf Spaenle kam auch deshalb überraschend, weil dieser als einer der wichtigsten Unterstützer Söders in dessen Machtkampf mit Seehofer galt. Söder gab hingegen seinen zwischenzeitlichen Konkurrenten um das Ministerpräsidentenamt, Joachim Herrmann und Ilse Aigner, wichtige Ministerposten.

Herrmann bleibt Innenminister und bekommt ergänzend die Zuständigkeit für den Bereich Integration. Aigner, die bisher Wirtschaftsministerin war, führt nun ein neu geschaffenes Ministerium für Bauen, Wohnen und Verkehr.