SPÖ: Pflege über Erbschaftssteuer für Superreiche finanzieren

Dieser Artikel ist älter als ein Jahr.

Die SPÖ fordert in der Debatte über die Finanzierung der Pflege einmal mehr die Einführung einer Erbschaftssteuer für Superreiche. Mit den Einnahmen aus dieser Steuer soll in einem ersten Schritt die Abschaffung des Pflegeregresses, die zuletzt von Finanzminister Hartwig Löger (ÖVP) infrage gestellt wurde, finanziert werden.

Premiumpflege für alle

„Die SPÖ will keine Zweiklassenpflege, sondern eine dauerhaft finanzierte Premiumpflege für alle. In einem ersten Schritt soll als Sofortmaßnahme die Pflege in den kommenden fünf Jahren durch eine Erbschaftssteuer für die zwei bis drei Prozent der reichsten Österreicher finanziert werden. Damit würde die Abschaffung des Pflegeregresses, die Übernahme von 50 Prozent der Kosten für mobile Pflege und eine Erhöhung des Pflegegeldes für schwerstbehinderte Kinder finanziert“, legte SPÖ-Bundesgeschäftsführer Max Lercher die Pläne der Sozialdemokratie dar.

Zusätzlich könnten eine Milliarde Euro bis 2022 in die Pflegeberufe investiert werden und so die Qualität und die Attraktivität des Berufs erhöht werden, sagte Lercher.