Insider: Trump erwägt Ausweisungen russischer Diplomaten

US-Präsident Donald Trump erwägt einem Insider zufolge die Ausweisung von russischen Diplomaten wegen des Giftanschlags auf einen Ex-Spion in Südengland. Der Schritt hänge von der Reaktion europäischer Staaten ab, sagte eine mit der Situation vertraute Person gestern der Nachrichtenagentur Reuters.

Eine Entscheidung könnte schon heute verkündet werden. Ein Sprecher des Weißen Hauses sagte, die USA stünden an der Seite Großbritanniens und verurteilten den Anschlag. „Der Präsident überlegt immer Möglichkeiten, Russland für seine bösartigen Aktionen zur Rechenschaft zu ziehen.“ Details nannte er nicht.

Russland weist Vorwürfe zurück

Russland lehnt jede Verantwortung für den Giftanschlag auf den früheren russischen Doppelagenten Sergej Skripal und dessen Tochter Julia in der südenglischen Stadt Salisbury ab. Beide liegen in kritischem Zustand im Krankenhaus.

Die EU-Staaten hatten am Freitag gemeinsam erklärt, dass sehr wahrscheinlich Russland hinter dem Attentat stecke. Auch die USA sind dieser Meinung. Großbritannien hatte zuvor 23 russische Diplomaten des Landes verwiesen, Russland antwortete mit der Ausweisung der gleichen Anzahl britischer Diplomaten. Deutschland und Frankreich wollten über das Wochenende gemeinsame Schritte gegen Russland prüfen.