GB: „Brexit“ wirkt stärker auf Banken als Finanzkrise

Die Aussicht auf den Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union drückt einer Studie zufolge nun schon länger auf die Stimmung der britischen Banken als die globale Finanzkrise.

Im ersten Quartal 2018 lag das vom Lobbyverband CBI und den Wirtschaftsprüfern von PwC heute veröffentlichte Barometer bei minus 17 Prozent - das achte Quartal mit einer negativen Stimmung in Folge.

Während der Wirtschaftskrise 2007 bis 2009 war der Wert sieben Quartale hintereinander im Minus gelegen, hatte in dieser Zeit mit minus 59 Prozent aber auch sein Rekordtief erreicht.

Kreditinstitute zieht es nach Kontinentaleuropa

Dabei habe die britische Finanzbranche in den vergangenen Monaten gute Geschäfte gemacht, sagte CBI-Chefökonom Rain Newton-Smith. „Aber man kann dem ziemlich großen Elefanten im Raum nicht entfliehen“, fügte er im Hinblick auf den „Brexit“ hinzu. Wenn Großbritannien die EU verlässt, verlieren die britischen Banken Vorteile, die sie auf einem gemeinsamen Markt genießen.

Deshalb verlegen viele Kreditinstitute Geschäfte und Mitarbeiter nach Kontinentaleuropa, etwa Frankfurt und Paris. Im Vorquartal war das CBI/PwC-Barometer noch bei minus 22 Prozent gelegen.