Kneissl im Kosovo: „Österreich bleibt in Region engagiert“

„Österreich bleibt in der gesamten Region engagiert.“ Das hat FPÖ-Außenministerin Karin Kneissl heute zum Auftakt ihrer dreitägigen Westbalkan-Reise im Kosovo gegenüber der APA gesagt. Angesichts der Mittelkürzungen im Außenministerium betonte sie mit Blick auf diplomatische Vertretungen, Budget bedeute nicht immer nur einsparen, oftmals gehe es auch „um geopolitische Überlegungen“.

Zuletzt sorgten die Budgetkürzungen für das Außenministerium, aber auch die Überlegung der Außenministerin, andere Schwerpunkte außer Südosteuropa fokussieren zu wollen, für Verunsicherung. Auf die Frage, ob sich das auf das traditionell enge Engagement Österreichs im Kosovo auswirken würden, erklärte Kneissl: Sie möchte gerne auch viele Konsulate „auch in der unmittelbaren Nachbarschaft aufstocken“.

Am Nachmittag trifft Kneissl mit ihrem Amtskollegen Behgjet Pacolli zusammen. Auch Treffen mit dem kosovarischen Ministerpräsidenten Ramush Haradinaj und Präsident Hashim Thaci sind geplant.

Besuch bei KFOR-Mission

Es ist der erste Besuch Kneissls im Kosovo als Außenministerin - auch war sie zum ersten Mal in dieser Funktion bei der von der NATO geführten Mission im Kosovo (KFOR). „Mein Eindruck ist, dass hier eine sehr professionell agierende Truppe ihr Mandat erfüllt“, sagte sie nach einem Treffen mit Soldaten aus dem österreichischen Kontingent.

Mit rund 440 Soldaten aus allen Bundesländern handelt es sich um das größte Auslandskontingent des Bundesheeres. Insgesamt sind seit 1999 rund 4.000 Soldaten für die Friedenssicherung im Land zuständig. Sie sollen bei der Wiederansiedlung von Flüchtlingen und Vertriebenen helfen und unterstützen außerdem unter anderem beim Minderheitenschutz, dem Wiederaufbau, der Entminung und der Zerstörung von Waffen.