IWF schlägt neuen Krisenfonds für Europa vor

Die Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF), Christine Lagarde, macht sich zur Stabilisierung der Euro-Zone für einen milliardenschweren „Schlechtwetterfonds“ stark. Jedes Euro-Land solle pro Jahr 0,35 Prozent seines Bruttoinlandsprodukts (BIP) dort einzahlen, sagte sie heute bei einer Rede des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) in Berlin.

Der IWF habe für 2018 zwar ein Wachstum von 2,2 Prozent im Euro-Raum prognostiziert, so Lagarde. Aber es drohe kräftiger Gegenwind: „Denken Sie nur an den Populismus und die auf kurze Sicht angelegten Sirenengesänge des Protektionismus.“

Der IWF-Vorschlag für einen neuen Krisenfonds und eine bessere finanz- und steuerpolitische Zusammenarbeit sieht vor, dass der Fonds mit jährlichen Beiträgen - jenen 0,35 Prozent des BIP - finanziert wird, „um Rücklagen in guten Zeiten aufzubauen und Unterstützungstransfers für bestimmte Länder in schlechten Zeiten leisten zu können“. Treten bestimmte Krisenszenarien ein, könnten die Krisenmittel fließen.