Erdogan vor Treffen mit EU: Beitrittsprozess wiederbeleben

Vor dem EU-Gipfel mit der Türkei hat der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan eine Wiederbelebung des eingefrorenen Beitrittsprozesses seines Landes gefordert. „Auch heute ist eine Mitgliedschaft in der Europäischen Union weiterhin ein strategisches Ziel“, sagte Erdogan heute vor seinem Abflug von Istanbul in den bulgarischen Schwarzmeer-Ort Warna.

Er erwarte, „dass die politischen und künstlichen Hindernisse, mit denen unser Land während der Beitrittsverhandlungen konfrontiert wurde, aus dem Weg geräumt werden und dass der Beitrittsprozess wiederbelebt wird“. Erdogan kommt am Abend in Warna mit EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker und EU-Ratspräsident Donald Tusk zusammen. Erdogan kritisierte, dass die EU ihren Verpflichtungen aus dem Flüchtlingspakt nicht gerecht werde.

Tusk dankte der bulgarischen Ratspräsidentschaft für die Einladung zu dem Gipfel. „Ich will unterstreichen, wie bedeutend diese Initiative von Ministerpräsident Bojko Borissow für alle EU-Mitgliedsstaaten ist“, sagte Tusk. „Das ist, was unsere Beziehungen zur Türkei verbessern kann und sollte.“ Das Verhältnis zwischen der EU und der Türkei ist seit Langem belastet. Der Gipfel in Warna sollte eigentlich der Entspannung dienen. Davor war es aber zu neuen Differenzen gekommen.

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