Chinas Nationalmuseum macht Louvre Konkurrenz

Der Pariser Louvre ist auch 2017 das meistbesuchte Museum der Welt geblieben. Mehr als 8,1 Millionen Menschen konnte das Haus, in dem unter anderem Leonardo da Vincis „Mona Lisa“ und Jan Vermeers „Der Astronom“ zu sehen sind, im Vorjahr anlocken, wie die gestern veröffentlichte jährliche Statistik der Zeitung „The Art Newspaper“ zeigt.

Riesenmuseum auf Platz zwei

Der Louvre könnte seinen Spitzenplatz jedoch schon bald abgeben müssen. Zum ersten Mal hat die Zeitung in diesem Jahr das Chinesische Nationalmuseum in Peking in das Ranking aufgenommen. Mit mehr als acht Mio. Besucherinnen und Besuchern verzeichnete der riesige Museumsbau, in dem über eine Mio. Kunstobjekte ausgestellt sind, nicht nur einen neuen Besucherrekord, sondern verdrängte auch das Metropolitan Museum of Art in New York vom zweiten auf den dritten Platz.

Ebenfalls in den Top Ten des Blattes sind die Vatikanischen Museen, das British Museum, die Tate Modern und die National Gallery in London, das Nationale Palastmuseum in Taipeh, die National Gallery of Art in Washington und die Eremitage in St. Petersburg.

Goldenes Klo lockt Publikum an

Bestbesuchte Einzelausstellung des Vorjahres war laut „Art Newspaper“-Auswertung „Icons of Modern Art. The Shchukin Collection“ in der Fondation Louis Vuitton in Paris, die von Oktober 2016 bis März 2017 zu sehen war. Die meisten Besucherinnen und Besucher pro Tag (etwa 11.300) zog eine Retrospektive des japanischen Bildhauers Unkei (1150 bis 1223) im Nationalmuseum Tokio an.

Einen Publikumsmagneten der anderen Art hatte das Guggenheim Museum in New York zu bieten: 3.000 Personen täglich wollten die voll funktionsfähige goldene Toilette des italienischen Künstlers Maurizio Cattelan sehen. Das Kunstwerk trägt den Titel „America“.