Italien: Lega-Chef hält Neuwahl für möglich

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Der Chef der als Wahlsiegerin aus der italienischen Parlamentswahl hervorgegangene rechtspopulistischen Lega sieht eine Möglichkeit von 50 Prozent, dass es in Italien wegen der Pattsituation zu Neuwahlen kommt.

„Sollte ich feststellen, dass es keinen Ausweg gibt, müssten wir die Italiener wieder zu den Urnen aufrufen“, sagte Matteo Salvini gegenüber der Mailänder Tageszeitung „Corriere della Sera“.

Der 45-jährige Mailänder will bei den nächste Woche beginnenden Konsultationen Staatschef Sergio Mattarella darum bitten, ihm den Regierungsauftrag zu erteilen, denn seine Mitte-rechts-Koalition habe mit 36 Prozent der Stimmen die Wahl gewonnen.

Hoffen auf Fünf Sterne

Er hoffe, die Unterstützung der populistischen Fünf-Sterne-Bewegung zu erhalten, die mit 32 Prozent der Stimmen als stärkste Einzelpartei abgeschnitten hat. Während Salvini Führungsansprüche in einer Regierung erhebt, lässt die Fünf-Sterne-Bewegung nicht locker. Die Partei betonte, dass sie keine Regierung ohne die Führung ihres Spitzenkandidaten Luigi di Maio unterstützen werde.

Die Fünf-Sterne-Bewegung hegt Regierungsambitionen, schließt jedoch ein Abkommen mit der konservativen Forza Italia um Ex-Premier Silvio Berlusconi aus.