Strafzölle: USA wollen Ausweitung von Stahlquoten

Nach dem Handelsdeal mit Südkorea drängen die USA auf ähnliche Zusagen anderer Länder. Regierungskreisen in Washington zufolge sollen diese nun ebenfalls bestimmten Quoten auf Stahlimporte zustimmen. Deren Höhe könne allerdings unterschiedlich ausfallen. Es gebe keine einheitliche Forderung, sagte ein US-Regierungsvertreter heute.

In dieser Angelegenheit führen die Vereinigten Staaten auch Gespräche mit der EU, Kanada, Mexiko, Brasilien, Australien und Argentinien. Die Staaten wollen erreichen, dass sie von den seit vergangenem Freitag geltenden US-Zöllen auf Stahl- und Aluminiumimporte dauerhaft ausgenommen werden.

Zugeständnisse von Südkorea

In nur wenigen Verhandlungsrunden gelang es der Regierung von US-Präsident Donald Trump, Südkorea Zugeständnisse abzuringen. Dazu wird das sechs Jahre alte Freihandelsabkommen zwischen beiden Ländern (KORUS) in einigen Punkten zugunsten der USA geändert.

Ein solches Vorgehen scheidet im Fall der EU allerdings aus, denn das transatlantische Freihandelsabkommen (TTIP) wurde zwar lange verhandelt, bis jetzt aber nicht vereinbart. EU-Ratspräsident Donald Tusk hatte Trump zuletzt zu einer Wiederaufnahme der TTIP-Gespräche aufgefordert, die seit mehr als einem Jahr auf Eis liegen.