Neue Anti-„Brexit“-Kampagne in Großbritannien

Die „Brexit“-Gegner der Organisation Best for Britain haben heute eine neue landesweite Kampagne für den Verbleib Großbritanniens in der EU gestartet. In einer Erklärung hieß es, die Öffentlichkeit solle für einen zweiten Volksentscheid gewonnen werden. Dabei soll das Ergebnis des Referendums vom Juni 2016 rückgängig gemacht werden.

Damals stimmte eine Mehrheit von fast 52 Prozent für den Ausstieg aus der EU. Dieser ist für Ende März 2019 vorgesehen.

„Alle haben verdient, das letzte Wort zu haben“

Best for Britain plakatierte im Zuge der neuen Kampagne in London, Birmingham, Manchester und Liverpool. Auf den Plakaten heißt es unter anderem: „Wir haben es alle verdient, das letzte Wort zum Brexit-Abkommen zu haben.“ Die Organisation schaltet überdies Anzeigen in großen Zeitungen wie „The Evening Standard“ und „The Guardian“.

Die Wähler sind „zutiefst und zunehmend frustriert darüber, nicht zu wissen, was der ‚Brexit‘ bedeutet“, sagte der Chef von Best for Britain, Mark Malloch-Brown. Der US-Milliardär George Soros unterstützte die Gruppe mit umgerechnet einer halben Million Euro.

Mehrere Initiativen entstanden

Im Vereinigten Königreich sind in jüngster Zeit zahlreiche Anti-„Brexit“-Initiativen entstanden. Im Februar bildeten sie mit der Grassroots Coordinating Group (GCG) eine gemeinsame Plattform. Der ehemalige Labour-Politiker Andrew Adonis, ein Mitglied des Oberhauses, startete eine eigene Anti-„Brexit“-Kampagne an der Seite einer Jugendgruppe namens „Our Future, Our Choice“.