EU-Entwurf sabotiert Bekämpfung illegaler Datentransfers

Die österreichische Ratspräsidentschaft wird im Juli voraussichtlich einen handfesten Konflikt zwischen EU-Parlament und Ministerrat von der bulgarischen Präsidentschaft erben. Der neue „Kompromiss“ des Rats zur E-Privacy-Verordnung sieht erst wieder einen einmaligen Klick der Benutzer für die Datenweitergabe an beliebige Dritte vor. Das widerspricht nicht nur der EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO), sondern auch einer deutlichen Mehrheit im EU-Parlament.

Der EU-Datenschutzbeauftragte Giovanni Buttarelli forderte denn auch, angesichts des Facebook-Skandals E-Privacy noch zu verschärfen. Von Facebook erhobene, personenbezogene Daten wurden da ohne Wissen der Benutzer an die Datensammler von Cambridge Analytica weitergegeben, die diese Daten missbräuchlich, nämlich zur Manipulation von Wählern, verwendet hat. Ein Whistleblower schilderte zuletzt die abenteuerlichen Geschäftspraktiken der Firma im britischen Unterhaus.

Mehr dazu in fm4.ORF.at