BVT: Gridling erfuhr von Goldgruber über eigenes Verfahren

Der suspendierte Chef des Bundesamts für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (BVT), Peter Gridling, hat laut eigener Aussage von Peter Goldgruber, Generalsekretär des Innenministeriums, erfahren, dass er Beschuldigter in der Causa sei. Das sei während der laufenden Hausdurchsuchung im BVT geschehen, berichtete er gegenüber den „Salzburger Nachrichten“ (Freitag-Ausgabe).

„Ich war auf einem Termin und bin telefonisch verständigt worden, dass es eine Hausdurchsuchung im BVT gibt“, sagte Gridling im Interview. Gleichzeitig sei er ins Innenministerium bestellt worden. „Dort hat mir der Generalsekretär erklärt, dass ich auch Beschuldigter in der Causa bin. Das wusste ich bis dahin noch nicht. Normalerweise kommt eine solche Benachrichtigung von der Staatsanwaltschaft.“

Internationales Misstrauen unter Polli

Die Causa trage jedenfalls zur Verwunderung bei internationalen Partnern bei, sagte er und attackierte gleichzeitig seinen Vorgänger Rene Polli: „Ich weiß das, weil ich das BVT in so einer Phase übernommen habe und über ein Jahr damit verbracht habe, Vertrauen bei den internationalen Partnern wieder herzustellen, das mein Vorgänger verloren hatte.“

Weiterhin weiß Gridling laut eigener Aussage nicht, was ihm konkret vorgeworfen wird, und hofft auf volle Rehabilitierung. Zudem zeigt sich der suspendierte BVT-Chef auch persönlich betroffen. In der „Tiroler Tageszeitung“ (Freitag-Ausgabe) meinte Gridling zu Aussagen von Generalsekretär Goldgruber, er verhalte sich mimosenhaft: „Ja, ich komme mir vor wie eine Mimose.“