UNO-Generalsekretär fordert Untersuchungen in Gaza

UNO-Generalsekretär Antonio Guterres hat sich „zutiefst besorgt“ über die Zusammenstöße zwischen Palästinensern und israelischen Sicherheitskräften beim „Marsch der Rückkehr“ im Gazastreifen geäußert. Seine Gedanken seien bei den Angehörigen der Opfer, sagte ein Sprecher des Generalsekretärs gestern. Bei dem Marsch waren zahlreiche Palästinenser getötet und weitere verletzt worden.

Der UNO-Generalsekretär forderte „unabhängige und transparente Ermittlungen“ zu den Vorfällen. Zudem rief er die Beteiligten auf, auf jegliche Handlungen zu verzichten, die zu weiteren Todesfällen führen oder die Zivilbevölkerung gefährden könnten.

Die Tragödie zeige die Dringlichkeit, mit der der Friedensprozess im Nahen Osten wiederbelebt werden müsse, um es Palästinensern und Israelis zu ermöglichen, in Frieden und Sicherheit als Nachbarn zu leben, hieß es.

„Recht auf Rückkehr“

Nach palästinensischen Medienberichten waren am Freitag mehr als 20.000 Menschen zum „Marsch der Rückkehr“ gekommen. Die radikal-islamische Hamas wollte mit der Aktion ihren Anspruch auf ein „Recht auf Rückkehr“ für palästinensische Flüchtlinge und deren Nachkommen in das Gebiet des heutigen Israels untermauern. Israel lehnt eine Rückkehr in das eigene Staatsgebiet ab.

Die Proteste sollen bis zum 15. Mai dauern. Anlass sind die Feiern zum 70. Jahrestag der Gründung Israels. Die Palästinenser begehen den 15. Mai als Nakba-Tag (Tag der Katastrophe), weil im ersten Nahost-Krieg 1948 rund 700.000 Palästinenser flohen oder vertrieben wurden.

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