OPCW bestätigt Sondersitzung zum Fall Skripal

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Der Exekutivrat der Organisation für ein Verbot der Chemiewaffen (OPCW) wird morgen zur Beratung über den Fall Skripal zusammenkommen. Das bestätigte die Organisation in Den Haag. Russland hatte die Sondersitzung des Leitungsgremiums der OPCW beantragt.

Die Affäre um die mutmaßliche Nervengiftattacke auf zwei Russen in Großbritannien hatte zu erheblicher Verstimmung zwischen dem Westen und Russland geführt. OPCW-Experten hatten Spuren des Giftes untersucht. Unklar war zunächst, ob bei der Sondersitzung bereits Ergebnisse der Untersuchung vorgelegt werden sollten.

Fragenkatalog aus Moskau

Russland hatte der OPCW zuvor einen Fragenkatalog zur Klärung des Vorfalls geschickt. Die Sitzung findet Berichten zufolge unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Die OPCW mit Sitz in Den Haag ist verantwortlich für die Umsetzung der Chemiewaffenkonvention aus dem Jahre 1997.

Der frühere russische Doppelagent Sergej Skripal war am 4. März zusammen mit seiner Tochter Julia im südenglischen Salisbury bewusstlos gefunden worden. Großbritannien geht davon aus, dass beide mit einem in der früheren Sowjetunion entwickelten Kampfstoff vergiftet wurden und verdächtigt daher Russland, an dem Vorfall beteiligt gewesen zu sein. Moskau bestreitet das vehement.