VCÖ fordert bessere Fahrradinfrastruktur

Der Verkehrsclub Österreich (VCÖ) hat heute in einer Aussendung gefordert, dass die Infrastruktur für Radfahrer stark ausgebaut werden soll, um das Klimaziel zu erreichen. Für Ballungsräume sollen Radhighways entstehen, um das Radfahren attraktiver zu machen. Insgesamt seien 40 Prozent der Autofahrten in Raddistanz, also kürzer als fünf Kilometer.

Ziel „erreichbar“

Aufgrund der gestern vorgestellten Klimastrategie soll der Radverkehr in Österreich verdoppelt werden. „Dieses Ziel ist erreichbar. Österreich ist ein Land der kurzen Wege. Und das Bundesland Vorarlberg hat bereits heute einen Radverkehrsanteil von 16 Prozent“, sagte VCÖ-Expertin Ulla Rasmussen.

Eine Analyse mit Daten des Verkehrsministeriums ergab, dass 85 Prozent aller Radfahrten kürzer als fünf Kilometer sind. Ebenso kurz sind 40 Prozent der Autofahrten, was an einem Werktag rund fünf Millionen Autofahrten auf einer Kurzstrecke bedeutet.

Hälfte der Alltagswege kürzer als fünf Kilometer

Insgesamt 52 Prozent aller Alltagswege sind laut VCÖ kürzer als fünf Kilometer. Der Anteil von Radfahrern und Fußgängern liegt bei 24 Prozent. Bei den untersuchten Zielen ist der Anteil des Fahrradverkehrs bei Freizeitfahrten mit 40 Prozent am größten.

Zu ihrem Arbeitsplatz benötigen 37 Prozent der Österreicher weniger als fünf Kilometer, 14 Prozent nutzen dafür das Fahrrad oder gehen zu Fuß. Spitzenreiter ist hier Vorarlberg mit 24 Prozent.

„Der Anteil des Radverkehrs ist dort hoch, wo die Verkehrsplanung dem Radverkehr ausreichend Platz einräumt“, also dort, wo wichtige Alltagsziele gut mit dem Fahrrad erreichbar sind, betonte Rasmussen. Vorbild dafür ist das Ruhrgebiet, wo derzeit ein 100 Kilometer langer Radhighway gebaut wird. Auch auf dem Land würden sichere Radverbindungen zwischen vielen Gemeinden fehlen.