UNO mahnt Israel vor Palästinenserprotest zur Vorsicht

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Vor den für heute erwarteten neuen Massenprotesten von Palästinensern an der Grenze des Gazastreifens zu Israel hat UNO-Generalsekretär Antonio Guterres Israel zur Zurückhaltung aufgefordert. „Ich mahne insbesondere Israel zur Vorsicht hinsichtlich eines gewaltsamen Vorgehens, um Opfer zu vermeiden“, sagte Guterres gestern.

Zivilisten müsse es ermöglicht werden, ihr Recht auszuüben, friedlich zu demonstrieren. Er fordere zugleich „alle Beteiligten“ auf, jegliches Handeln zu vermeiden, das zu weiterer Gewalt führen oder Zivilisten, insbesondere Kinder, in Gefahr bringen könnte, so Guterres. Er rufe alle Seiten dazu auf, Konfrontationen zu vermeiden und maximale Zurückhaltung zu üben.

Aufruf der Hamas

An der Grenze zwischen Israel und dem Gazastreifen werden heute neue Massenproteste erwartet. Die radikalislamische Palästinenserorganisation Hamas rief die Bewohner der Palästinenserenklave auf, sich an den Protestaktionen zu beteiligen.

Die israelische Regierung kündigte an, an ihrem harten Vorgehen gegen die Demonstranten festzuhalten. Bei den gewaltsamen Auseinandersetzungen waren allein am ersten Protesttag vor einer Woche 18 Palästinenser getötet worden. Die Palästinenser wollen bis Mitte Mai regelmäßig gegen Israel demonstrieren.

Die USA forderten die Palästinenser gestern auf, friedlich zu protestieren und sich von der Grenze zu Israel fernzuhalten. Die Demonstranten sollten außerhalb der 500 Meter breiten Pufferzone bleiben und sich „in keiner Weise“ dem Grenzzaun nähern, forderte der US-Nahost-Gesandte Jason Greenblatt.