Zwei Tote und 250 Verletzte bei neuen Gaza-Protesten

Bei neuen massiven Protesten an der Grenze zu Israel sind heute im Gazastreifen zwei Palästinenser getötet und 250 weitere verletzt worden. Ein Sprecher der palästinensischen Gesundheitsbehörde teilte mit, mehrere Menschen seien lebensgefährlich verletzt worden.

Nach Angaben der israelischen Armee waren rund 10.000 Palästinenser an Protesten und Ausschreitungen entlang der Grenze beteiligt. Sie verbrannten Autoreifen und schleuderten Steine in Richtung Israel. Dichter schwarzer Rauch stieg an zahlreichen Orten auf.

Zu sechswöchigen Protesten aufgerufen

Die radikalislamische Hamas hatte vor einer Woche den „Marsch der Rückkehr“ gestartet, insgesamt sollen die Proteste sechs Wochen andauern. Beim schlimmsten Ausbruch der Gewalt seit 2014 kamen bisher 24 Palästinenser ums Leben.

Anlass der Proteste ist der 70. Jahrestag der Gründung Israels. Die Palästinenser sehen sie als Katastrophe an, weil 1948 Hunderttausende Palästinenser fliehen mussten oder vertrieben wurden. Sie pochen auf ein „Recht auf Rückkehr“. Israel lehnt das ab.