Neue US-Sanktionen gegen Russland treffen Oligarchen

Die USA haben neue Sanktionen gegen Russland verhängt. Sie richten sich gegen 38 russische Firmen und Einzelpersonen, darunter sieben Oligarchen. Betroffen sind einige der reichsten Russen und deren Firmen, die eng mit Präsident Wladimir Putin verbunden sind, unter ihnen der an der heimischen STRABAG beteiligte Oligarch Oleg Deripaska.

Hohe Regierungsvertreter erklärten heute in Washington, die Maßnahmen seien nicht von einem Einzelereignis ausgelöst worden: „Sie gründen sich auf das wachsende Muster bösartiger Aktivitäten Russlands in der Welt.“

Nach langer Vorbereitung macht Washington die russischen Oligarchen nun offiziell dafür verantwortlich, dass sie sich an einer autoritären und gegen den Westen gerichteten Politik des Kreml bereicherten. „Russische Oligarchen und Eliten, die von einem korrupten System profitieren, werden nicht länger von den Konsequenzen ausgenommen sein, welche die destabilisierenden Aktivitäten ihrer Regierung nach sich ziehen“, erklärte US-Finanzminister Steven Mnuchin.

Zahlreiche Streitpunkte zwischen Moskau und Washington

Die neuen Sanktionen werden das bereits sehr schlechte Verhältnis zwischen den USA und Russland weiter schwer belasten. Beide Länder haben erst vor wenigen Tagen Dutzende Diplomaten ausgewiesen. Hintergrund sind Vorwürfe an Moskau, es stecke hinter der Vergiftung des Ex-Doppelagenten Sergej Skripal in Großbritannien. Auch auf zahlreichen internationalen Krisenfeldern liegen die beiden Mächte über Kreuz.

Die Maßnahmen frieren das Vermögen der Betroffenen in den USA ein, und US-Bürgern ist es nicht mehr erlaubt, mit ihnen Geschäfte zu machen. Russen halten in US-Städten wie New York und Miami unter anderem sehr umfänglichen Immobilienbesitz.