Russisches Gericht bestätigte Haftstrafe für Ex-Minister

Ein Moskauer Berufungsgericht hat die achtjährige Haftstrafe für den früheren russischen Wirtschaftsminister Alexej Uljukajew wegen Korruption bestätigt. Das meldete die Agentur Interfax heute aus dem Gerichtssaal. Die Verteidigung kündigte an, das Urteil weiter anfechten zu wollen.

Uljukajew war im Dezember schuldig gesprochen worden, vom russischen Ölkonzern Rosneft zwei Millionen Dollar (rund 1,6 Millionen Euro) Schmiergeld verlangt zu haben. Der frühere Minister wies das in dem aufsehenerregenden Prozess zurück. Umstritten war die Rolle von Rosneft-Chef Igor Setschin, der Uljukajew belastete, sich aber mehrfach einer Befragung vor Gericht entzogen hatte. Erst dieses Mal erschien er vor Gericht. Er habe seine Aussage bestätigt, hieß es.