Pilot starb bei Absturz von Kampfflugzeug über der Ägäis

Beim Absturz eines griechischen Kampfflugzeugs in der Ägäis ist ein Pilot ums Leben gekommen. Der Pilot sei gestern „gefallen“, als er die „nationale Souveränität und territoriale Integrität“ verteidigt habe, erklärte Griechenlands Verteidigungsminister Panos Kammenos im Kurznachrichtendienst Twitter.

Nach Angaben des griechischen Generalstabs war der 34-jährige Pilot mit einem Kampfflugzeug vom Typ Mirage 2000-5 auf dem Rückweg von einem Einsatz, bei dem er türkische Kampfjets abfangen sollte. Die staatliche türkische Nachrichtenagentur Anadolu berichtete dagegen unter Verweis auf Sicherheitskreise, zum fraglichen Zeitpunkt seien keine türkischen Militärmaschinen in der Gegend gewesen.

Tsipras übermittelte Beileid

Der türkische Ministerpräsident Binali Yildirim übermittelte dem griechischen Regierungschef Alexis Tsipras bei einem Telefonat das Beileid des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan, wie Tsipras’ Büro mitteilte. Die beiden Ministerpräsidenten seien übereingekommen, ihre „Kommunikationskanäle“ offen zu halten und den Dialog zwischen den beiden Staaten zu stärken.

In der Ägäis kommt es immer wieder zu gefährlichen Situationen zwischen dem griechischen und dem türkischen Militär. Die Beziehungen zwischen den beiden NATO-Partnern sind angespannt. Erst Anfang dieser Woche hatten griechische Soldaten Warnschüsse auf einen türkischen Hubschrauber abgegeben, nachdem sich dieser der kleinen Insel Ro im griechischen Teil der südöstlichen Ägäis genähert hatte.