IWF: Kräftige Wachstumsprognose für Österreich

Der Internationale Währungsfonds (IWF) hat heute die Prognose für das österreichische Wirtschaftswachstum im laufenden Jahr 2018 gegenüber der Herbstschätzung kräftig erhöht: Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) werde heuer voraussichtlich um 2,6 Prozent real wachsen, geht aus dem neuen World Economic Outlook des IWF von heute hervor. Im Herbst hatte der IWF lediglich 1,9 Prozent Plus erwartet.

Für 2019 geht der IWF für Österreich von nur noch 1,9 Prozent BIP-Zuwachs aus - hier gibt es keine Vergleichszahl, das ist die erste Vorschau auf kommendes Jahr. Voriges Jahr (2017) hatte das BIP-Plus in Österreich 2,9 Prozent betragen, auch nach heimischer Rechnung.

Grafik zum Wirtschaftswachstum

Grafik: APA/ORF.at; Quelle: APA/IWF

Arbeitslosigkeit soll weiter sinken

Mit diesen neuen Prognosen des IWF würde Österreich wie 2017 auch heuer das Wachstum der Euro-Zone überflügeln, wenn auch nicht mehr so stark wie im Vorjahr. Für 2018 sieht der IWF 2,4 Prozent BIP-Plus im Euro-Raum, für 2019 dann 2,0 Prozent - nach 2,3 Prozent im Jahr 2017. Im Vergleich zu Deutschland (2017/18/19: 2,5, 2,5 und 2,0 Prozent) liegt Österreich bis heuer vorn, fällt 2019 aber zurück.

Mit den 2,6 Prozent BIP-Prognose für Österreich für das heurige Jahr ist der IWF pessimistischer als die beiden heimischen Forschungsinstitute, die zuletzt Mitte März für 2018 mit 3,2 Prozent (WIFO) bzw. 2,8 Prozent (IHS) Realwachstum rechneten. Für 2019 ist der IWF mit seinen 1,9 Prozent gleichauf mit dem Institut für Höhere Studien (IHS), während das Österreichische Institut für Wirtschaftsforschung (WIFO) von etwas kräftigeren 2,2 Prozent ausgeht.

Die Arbeitslosenrate (nach Eurostat-Definition), die in Österreich voriges Jahr 5,5 Prozent betragen hat, sieht der IWF heuer auf 5,2 Prozent und nächstes Jahr auf 5,1 Prozent sinken. WIFO und IHS rechnen diesbezüglich für 2018 ebenfalls mit einem Rückgang auf 5,2 Prozent, für 2019 aber erwarten das WIFO ein weiteres Absinken auf 5,0 Prozent bzw. das IHS ein Verharren bei 5,2 Prozent.