Facebook mit neuen Regeln für Jugendliche

Facebook wird Eltern von Nutzern im Alter unter 16 Jahren mitentscheiden lassen, ob die Teenager in dem Netzwerk Informationen wie Religionszugehörigkeit und politische Ansichten preisgeben. Die Neuerung wird zusammen mit anderen Maßnahmen zur Umsetzung der ab Ende Mai greifenden EU-Datenschutzverordnung eingeführt, wie Facebook heute ankündigte.

„Angemessene“ Anstrengungen für Zustimmung der Eltern

Die Eltern werden auch absegnen können, ob die Jugendlichen personalisierte Werbung auf Basis von Daten anderer Unternehmen angezeigt bekommen und ob sie angeben, an Personen welchen Geschlechts sie interessiert sind. Das Mindestalter für die Nutzung von Facebook bleibt bei 13 Jahren.

Facebook betont zugleich, dass die EU-Grundverordnung nicht vorschreibe, das Alter der Nutzer zu überprüfen. Das Soziale Netzwerk werde aber wie gefordert „angemessene“ Anstrengungen unternehmen, um die nötige Zustimmung der Eltern zu verifizieren.

Die Teenager können dafür nach ihren Eltern bei Facebook suchen, damit Facebook ihnen eine Anfrage zur Bestätigung der Profileinstellungen schicken kann. Alternativ können die Jugendlichen auch eine E-Mail-Adresse der Eltern angeben. Facebook sehe damit seine Verpflichtungen ausreichend erfüllt, heißt es.

Konzern hält an gezielter Werbung fest

Trotz verschärfter Datenschutzregeln will Facebook aber weiterhin gezielte Werbung einsetzen. „Facebook ist ein werbegestützter Dienst“, begründete der Vizedatenschutzbeauftragte des US-Konzerns, Rob Sherman, gegenüber Journalisten das Vorgehen des Sozialen Netzwerks. Facebook erwirtschaftet den Großteil seiner Einnahmen mit Werbung.