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Die Reaktionen aus der Bundespolitik

Naturgemäß erfreut hat sich ÖVP-Chef Bundeskanzler Sebastian Kurz über einen „eindrucksvollen Wahlsieg von Wilfried Haslauer“ in Salzburg gezeigt. Auch Vizekanzler Heinz-Christian Strache (FPÖ) war mit dem Ergebnis seiner Partei zufrieden. Bei SPÖ und Grünen überwog freilich die Enttäuschung.

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Kurz gratulierte Haslauer „von ganzem Herzen“. Salzburg habe sich für die „Fortsetzung von sachlicher Politik“ entschieden, so Kurz. Haslauer sei „ein besonnener Politiker, der nicht den Streit sucht, sondern mit seiner Arbeit überzeugt“, so Kurz. Dieser Stil sei belohnt worden.

„Nach der erfolgreichen Verteidigung der absoluten Mehrheit in Niederösterreich, dem Ausbau von Platz eins in Tirol und dem Zuwachs in Kärnten“ schlössen „Haslauer und die Salzburger Volkspartei mit dem höchsten Zugewinn eine sehr erfolgreiche Landtagswahlserie für die gesamte Volkspartei ab“, so Kurz und dankte gleichzeitig auch allen Funktionären für ihren Einsatz.

Reaktionen der Bundespolitik

ÖVP-Parteichef Kurz lobte den politischen Stil Haslauers. Die SPÖ erreichte ihr Minimalziel, ist jedoch unzufrieden. Parteichef Strache sprach trotz geringer Zugewinne von einem Erfolg der FPÖ.

Nicht zu feiern in SPÖ

SPÖ-Bundesgeschäftsführer Max Lercher hatte nach den Ergebnissen eher nichts zu feiern. Er sah ein lachendes und ein weinendes Auge - man dürfte Platz zwei halten, aber es gebe kein Stimmenplus. Personalfragen würden in der SPÖ in Gremien diskutiert und nicht übers Fernsehen. Er wollte sich keine Antwort entlocken lassen, ob es personelle Konsequenzen geben wird. Spitzenkandidat Walter Steidl habe aber die gesamte Partei in Salzburg wieder konsolidiert.

Strache zufrieden

Strache war mit dem Abschneiden der Freiheitlichen „hochzufrieden“. In einer Aussendung am Sonntag gratulierte er Spitzenkandidatin Marlene Svazek und wertete das Ergebnis gleichzeitig als „klaren Auftrag“ für Haslauer, mit Svazek eine Koalition zu bilden.

„Trotz der schwierigen Ausgangssituation mit einer kompletten Neuaufstellung der Salzburger FPÖ und nur einer damals verbliebenen Landtagsmandatarin ist es gelungen, knapp an das bislang historisch beste Ergebnis von 1999 mit 19,5 Prozent anzuschließen“, so Strache. Besonders erfreulich sei, dass durch das „hervorragende Ergebnis“ die Zahl der freiheitlichen Mandatare im Bundesrat auf 16 wachsen werde.

Reaktionen der Bundesparteien

Vertreter der Bundesparteien kommentieren das Ergebnis: Karl Nehammer, Generalsekretär ÖVP, Max Lercher, Bundesgeschäftsführer SPÖ, Harald Vilimsky, Generalsekretär FPÖ, Nikola Donig, Generalsekretär NEOS, und Werner Kogler, Bundessprecher Grüne.

„Die Richtung stimmt“, hatte zuvor FPÖ-Klubchef Johann Gudenus gemeint. „Es gibt Grund zur Freude.“ Offensichtlich genieße auch die Bundesregierung ein großes Vertrauen, wie man bei allen vier Landtagswahlen heuer gesehen habe.

Freude bei Strolz

NEOS-Chef Matthias Strolz zeigte sich erfreut über den Einzug seiner Partei in den Salzburger Landtag. Bezüglich einer Regierungsbeteiligung liege der Ball bei Haslauer - „wir sind zur Ballannahme bereit“. NEOS könne Opposition, aber man könne auch in einer Regierung gestalten, so Strolz im ORF. Eine persönliche Präferenz wollte er nicht äußern. NEOS-Generalsekretär Nikola Donig betonte, man habe das Ziel, in den Landtag einzuziehen, erreicht. Unterm Strich sei es ein „schönes Ergebnis“.

ZIB-Innenpolitikchef Bürger zum Wahlergebnis

Hans Bürger zieht eine erste Bilanz: Haslauers ÖVP triumphiert in Salzburg und stärkt damit erneut Bundeskanzler Kurz. Dieser Trend war bei allen Landtagswahlen zu beobachten.

Nächste Enttäuschung bei Grünen

Werner Kogler sprach für die Grünen von einer „Enttäuschung“ - wenn es dabei bleibe, hoffte er noch auf die Zweistelligkeit: „Ja, es ist enttäuschend.“ Das letzte Ergebnis sei aber auch „ein Highlight“ gewesen. Man werde nun hinschauen, warum es in manchen Bundesländern nicht laufe. Spitzenkandidatin Astrid Rössler habe einen guten Job gemacht, aber: „Es ist grad kein Wind für Grün.“

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