Budget: Schuldenstand minimal nach unten korrigiert

Das EU-Statistikamt Eurostat hat den Schuldenstand Österreichs leicht nach unten korrigiert. Grund dafür ist laut Angaben der Statistik Austria von heute die Neubewertung eines FMA-Bescheides.

2017 betrug die Staatsschuld somit 78,4 (nicht 78,6) Prozent der Wirtschaftsleistung. Die Werte für 1995 bis 2015 wurden dagegen (wegen der Neubewertung einer Bundesanleihe) leicht nach oben revidiert.

In der gesamten Euro-Zone ist dank des starken Wirtschaftswachstums und weniger neuer Kredite der Schuldenstand im vergangenen Jahr deutlich gesunken, zeigen die Zahlen von Eurostat weiter. Die Verschuldung der 19 Euro-Länder lag im Jahr 2017 bei 86,7 Prozent der Wirtschaftsleistung (BIP). Das waren 2,3 Prozentpunkte weniger als im Jahr 2016.

Grafik zum Budget

Grafik: APA/ORF.at; Quelle: APA/Finanzministerium/Statistik Austria

Griechenland erzielte Haushaltsüberschuss

Das laufende Haushaltsdefizit zwischen höheren Staatsausgaben und niedrigeren Einnahmen betrug im vergangenen Jahr insgesamt 0,9 Prozent der Wirtschaftsleistung. Im Jahr davor waren es 1,5 Prozent. Zahlreiche Euro-Länder verzeichneten dank der guten Konjunktur einen Haushaltsüberschuss, darunter Griechenland mit 0,8 Prozent der Wirtschaftsleistung. Die höchsten Defizite wiesen Spanien (3,1 Prozent) und Portugal (3,0 Prozent) auf.

Die niedrigsten Schuldenquoten wiesen Estland und Luxemburg mit 9,0 und 23,0 Prozent des BIP auf. Die höchsten Schuldenquoten in Prozent des BIP gab es in Griechenland (178,6), Italien, (131,8), Portugal (125,7), Belgien (103,1) und Spanien (98,3). Maximal erlaubt sind an sich ein Haushaltsdefizit von 3,0 Prozent des BIP und ein Schuldenstand von 60 Prozent der Wirtschaftsleistung. Diese Vorgaben erfüllten 2017 nur Estland, Lettland, Litauen, Luxemburg, die Niederlande und die Slowakei.