Syrische Armee bombardiert Rebellen bei Damaskus

Die syrische Armee hat heute eine Rebellenenklave bei Damaskus bombardiert und kommt der Rückeroberung der gesamten Hauptstadtregion immer näher. Ziel sei ein von islamistischen Aufständischen gehaltenes Gebiet, berichteten das staatliche Fernsehen und die der Opposition nahe stehende Syrische Beobachtungsgruppe für Menschenrechte mit Sitz in Großbritannien.

Die Armee von Präsident Baschar al-Assad hat die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS), die sich wie weitere Rebellengruppen in ihren letzten Stellungen verschanzt hat, in der vergangenen Woche ins Visier genommen. Regierungstruppen hatten die Region Ostghuta nahe Damaskus vollständig unter ihre Kontrolle gebracht. Zahlreiche Kämpfer gaben auf und wurden in Gebiete in Nordsyrien gebracht, die von Aufständischen kontrolliert werden.

Abtransport der Kämpfer fortgesetzt

Nordöstlich der Hauptstadt gaben vor einigen Tagen Aufständische in zwei weiteren Enklaven auf. Auch heute sei der Abtransport der Kämpfer mit Bussen fortgesetzt worden, berichteten staatliche Medien.

Am Freitag hatten das Staatsfernsehen und die Beobachtungsgruppe berichtet, dass die der IS südlich von Damaskus zur Aufgabe bereit sei. Er ziehe sich in Gebiete zurück, die von Aufständischen kontrolliert würden. Allerdings weigerten sich der Beobachtungsstelle zufolge einige IS-Kämpfer aufzugeben, weshalb die Angriffe der Armee anhielten. Die Assad-Truppen zielten nur auf die vom IS gehaltenen Gebiete, teilte die Beobachtungsstelle mit.

Israel greift syrisches Geschütz im Golan an

Zudem wurde bekannt, dass nach dem Einschlag einer Mörsergranate auf den Golanhöhen Israels Armee ein syrisches Geschütz angegriffen hatte. Man gehe davon aus, dass es sich bei der Granate um ein fehlgeleitetes Geschoß handelte, teilte die israelische Armee mit.

Man halte dennoch die syrische Regierung für verantwortlich und werde keinerlei Verletzung der israelischen Souveränität oder Gefährdung israelischer Zivilisten dulden. Israel hatte die Golanhöhen 1967 erobert und später annektiert. Seit Beginn des Syrien-Kriegs vor sieben Jahren ist es immer wieder zu Konfrontationen auf dem Bergplateau gekommen.