Renate Anderl ist neue AK-Präsidentin

Renate Anderl ist neue Präsidentin der Arbeiterkammer (AK). Die 55-Jährige wurde heute von der Hauptversammlung der AK mit 94,9 Prozent der Stimmen zur Nachfolgerin von Rudolf Kaske gewählt, der in den Ruhestand tritt. Direkt im Anschluss wurde Anderl von der inzwischen eingetroffenen Sozialministerin Beate Hartinger-Klein (FPÖ) angelobt.

In ihrer Antrittsrede forderte Anderl, dass man der AK mit Anstand und auf Augenhöhe begegnet: „Ich will, dass man nicht über uns, sondern mit uns spricht.“

Hartinger-Klein erklärte, dass sie sich „irrsinnig“ über die große Zustimmung für die neue Präsidentin freue. Man werde in den kommenden Monaten einige Herausforderungen haben und nicht immer einer Meinung sein. Es gehe aber um das Wohl des Staats und der Arbeitnehmer und Arbeitnehmerin.

Anderl bringt sich in Stellung

In Stellung bringt sich die neue AK-Präsidentin bereits, was einige Regierungsvorhaben betrifft. Eine Einschränkung der Mitbestimmung in der Sozialversicherung wurde von Anderl ebenso abgelehnt wie die Etablierung eines Hartz-IV-Modells.

Den Reformauftrag der Regierung nahm Anderl an, allerdings derart, dass man nach der Befragung der Mitglieder deren Anliegen umsetzen wolle. Die Koalition hatte ja indirekt angedroht, der AK die Mittel zu kürzen, wenn sie nicht von sich aus die Arbeitnehmer bei deren Beiträgen entlastet.