Kurz und Schramböck mit VAE-Besuch zufrieden

Bundeskanzler Sebastian Kurz und Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck (ebenfalls ÖVP) sind gestern in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) zu Gast gewesen. Diese seien ein „wichtiger strategischer Partner“ in der Golfregion, so Kurz.

Lipizzaner als Geschenk

Kurz erörterte mit Kronprinz Scheich Mohammed bin Sajed al-Nahjan politische und geostrategische Fragen wie den Kampf gegen die dschihadistische Terrorgruppe Islamischer Staat und lud ihn nach Wien ein. Die VAE seien federführend im Kampf gegen Terrorismus, so Kurz. Der Kronprinz habe versichert, dass er „unsere Position zur illegalen Migration“ unterstütze, sagte Kurz.

Der Bundeskanzler schenkte dem Kronprinzen einen Lipizzaner aus der Spanischen Hofreitschule. Vorerst in Form eines Fotos und einer Swarovski-Figur. Das richtige Pferd soll in den kommenden Wochen folgen. Schramböck freute sich, dass 230 Unternehmen aus Österreich in den VAE „erfolgreich tätig“ seien und diese auch als Brückenkopf zu anderen Ländern in der Golfregion nützen würden.

OMV fixiert Deal

Der börsennotierte Mineralölkonzern OMV unterzeichnete offiziell einen bereits länger vereinbarten Vertrag zum Erwerb von 20 Prozent an zwei Offshore-Ölfeldern von der Abu-Dhabi-Ölgruppe ADNOC. Der Kaufpreis für die Konzession sowie die dazugehörige Infrastruktur beträgt 1,5 Mrd. US-Dollar (1,22 Mrd. Euro). „Das ist ein Meilenstein, der nicht möglich gewesen wäre, wenn sich die politische Beziehungen nicht so positiv entwickelt hätten“, sagte OMV-Chef Rainer Seele. Dass mit Christian Kern (SPÖ) im Vorjahr und nun mit Kurz binnen kurzer Zeit zwei Bundeskanzler die VAE besucht hätten, sei eine große Hilfe gewesen.