Korea-Gipfel: Kim und Moon bauen Lautsprecher ab

Nord- und Südkorea haben im Zuge ihrer diplomatischen Annäherung mit dem Abbau der Propagandalautsprecher im Grenzgebiet begonnen. Die Demontage der Anlagen startete heute auf beiden Seiten der demilitarisierten Zone, wie das Verteidigungsministerium in Seoul mitteilte.

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Damit werde eine Vereinbarung des Gipfeltreffens von Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un und Südkoreas Staatschef Moon Jae In von vergangener Woche umgesetzt. Diese sieht vor, dass ab dem 1. Mai alle „feindlichen Handlungen“ entlang der Grenze eingestellt werden sollten.

Propaganda mit Propaganda bekämpfen

Südkorea hatte riesige Lautsprecher an der Grenze genutzt, um das abgeschottete Nachbarland mit lauter Musik, Nachrichten und Propaganda zu beschallen. Nordkorea spielte ebenfalls laute Propagandabotschaften ab. Bereits vor dem Gipfeltreffen mit Nordkorea hatte Südkorea seine Lautsprecher als versöhnliches Zeichen abgeschaltet.

Trotz der Annäherung zwischen den einst verfeindeten Staaten verschickten Überläufer aus Nordkorea Flaschenpost mit Reis und USB-Sticks von einer südkoreanischen Insel aus Richtung Norden. Auf den USB-Sticks ist nach Angaben der Aktivisten Musik gespeichert.

Unklar, ob Flaschenpost ankommt

Seit mehr als zwei Jahren werfen die Aktivisten und Aktivistinnen zweimal im Monat Flaschen mit Essen, Geld, Medikamenten oder politischen Informationen ins Meer. Ob die Flaschenpost in Nordkorea ankommt, lässt sich nicht überprüfen.

Vergangene Woche waren Kim und Moon zu einem historischen Gipfeltreffen im Grenzgebiet zwischen Nord- und Südkorea zusammengekommen. Dabei bekannten sie sich zum Ziel eines dauerhaften und stabilen Friedens und einer atomwaffenfreien koreanischen Halbinsel.