Chinas Außenminister reist nach Nordkorea

Die Fortschritte im Atomkonflikt mit Nordkorea haben eine Fülle diplomatischer Aktivitäten ausgelöst. Chinas Außenminister Wang Yi reiste heute von Peking zu Gesprächen nach Pjöngjang. Es ist der seit Jahren höchste chinesische Besuch in Nordkorea. Auch plant Japans Regierungschef Shinzo Abe nächste Woche in Tokio ein Dreiertreffen mit Chinas Premier Li Keqiang und Südkoreas Präsident Moon Jae In.

Es wird erwartet, dass Moon seine Kollegen über seinen ersten Gipfel mit Machthaber Kim Jong Un am Freitag unterrichten wird. Bei dem historischen Treffen im Grenzort Panmunjom in der Demilitarisierten Zone hatte Kim seine Bereitschaft zum vollständigen Abbau von Nordkoreas Atomwaffen erklärt.

In Kürze wird auch mit einer Ankündigung gerechnet, wo der Ende Mai oder Anfang Juni geplante Gipfel zwischen Kim und US-Präsident Donald Trump stattfinden wird. Zuletzt hatte Trump wieder Panmunjom ins Spiel gebracht, wo einander Moon und Kim getroffen hatten.

Moon: UNO soll Schließung von Atomtestgelände prüfen

Moon bat indes die Vereinten Nationen um eine Überprüfung der geplanten Schließung des nordkoreanischen Atomtestgeländes. Der südkoreanische Präsident habe die Bitte in einem Telefonat mit UNO-Generalsekretär Antonio Guterres am Montag geäußert, sagte UNO-Sprecher Stephane Dujarric gestern.

Moon habe zudem um UNO-Unterstützung „bei der Umwandlung der Demilitarisierten Zone in eine Friedenszone“ zwischen Nord- und Südkorea gebeten. Guterres sagte, die Vereinten Nationen seien offen für Gespräche über mögliche Formen der Unterstützung durch die UNO. Details wurden nicht genannt.