Syrische Rebellen bereiten weiter Abzüge vor

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Hunderte syrische Rebellen und ihre Angehörigen haben sich heute auf den Abzug aus drei Orten im Süden von Damaskus vorbereitet. Zahlreiche leere Busse fuhren in die Ortschaften Babila, Jalda und Beit Sahm, wie die staatliche Nachrichtenagentur SANA meldete.

Gemäß einer am Sonntag geschlossenen Vereinbarung mit der Regierung sollen rund 5.000 Rebellen mit ihren Familien aus den Vororten der Hauptstadt abziehen.

Gemäß der Vereinbarung sollen die Rebellen in Gebiete in Nordsyrien verlegt werden, die noch unter Kontrolle der Aufständischen sind. Welche Rebellengruppen von dem Abkommen betroffen sind, teilte SANA nicht mit.

Assad verstärkt Druck auf Aufständische

In Babila, Jalda und Beit Sahm galt in den vergangenen Jahren ein Versöhnungsabkommen, das den Rebellen die Kontrolle über die Ortschaften überließ, sie aber zu einer Waffenruhe verpflichtete.

Nach der Einnahme der Rebellenenklave Ostghuta im April verstärkte Machthaber Baschar al-Assad den Druck auf die Aufständischen. Zahlreiche Rebellengruppen wurden inzwischen zum Abzug aus ihren Bastionen bei Damaskus gezwungen. Unter dem Druck der Armee willigten zuletzt auch frühere Al-Kaida-Kämpfer des Dschihadistenbündnisses Hajat Tahrir al-Scham ein, das palästinensische Flüchtlingslager Jarmuk zu räumen.