Krim-Brücke: Ermittlungen gegen niederländische Firmen

Sieben niederländische Unternehmen werden von Ermittlern des Landes verdächtigt, durch Beteiligung am Bau einer Brücke zwischen Russland und der ukrainischen Halbinsel Krim gegen EU-Sanktionen verstoßen zu haben. Die Generalstaatsanwaltschaft bestätigte heute in Den Haag entsprechende Untersuchungen.

Die Unternehmen sollen mit Spezialgeräten, unter anderem besonderen Rammen, zum Bau der 19 Kilometer langen Brücke über die Meerenge von Kertsch beigetragen haben.

Ermittlungen seit 2017

Die Brücke verbindet das russische Festland mit der Halbinsel Krim, die zur Ukraine gehört und 2014 von Russland annektiert wurde. Seit September 2017 waren Ermittlungen gegen zwei niederländische Unternehmen wegen Verstoßes gegen die EU-Sanktionen gegen Russland bekannt.

Den Angaben der Staatsanwaltschaft zufolge handelt es sich mittlerweile aber um sieben Firmen. Russlands Präsident Wladimir Putin sagte nach einer Besichtigung der Brücke im März, er hoffe, dass die Verbindung noch in diesem Sommer fertig werde.