Hartinger will „Mystery-Shopping“ bei Ärzten abschaffen

Gesundheitsministerin Beate Hartinger-Klein (FPÖ) will das „Mystery-Shopping“ in Arztpraxen, die Kontrolle durch verdeckte Ermittler der Sozialversicherung, wieder abschaffen. Das sei „nicht vertrauensbildend zwischen Vertragspartnern“, kündigte Hartinger-Klein in der „Ärzte Krone“ an.

„Vertrauen darf nicht missbraucht werden. Es gibt andere Möglichkeiten zur Kontrolle, um schwarze Schafe zu finden“, so die Ministerin. Das „Mistery-Shopping“ ist seit 2016 erlaubt.

Von Vizekanzler Heinz-Christian Strache (FPÖ) bekam sie dafür auf Facebook Applaus. Strache gibt dort auch zu, dass man damit „eine Forderung der Ärzteschaft umsetzen“ will. „Gut so! Bravo, Frau Bundesminister!“, schreibt der FPÖ-Chef. Die Ärzteschaft hatte von Beginn an gegen das „Mystery-Shopping“ in Arztpraxen protestiert.

Ärztekammer erleichtert

Mit Erleichterung reagierte die Österreichische Ärztekammer (ÖÄK). Vizepräsident Johannes Steinhart gratulierte der Ministerin und sagte: „Sie hat erkannt, dass das ‚Mystery-Shopping‘ eine unwürdige Gängelung darstellt, die in einer Vertragspartnerbeziehung einfach nichts verloren hat.“