Für Verdienstorden vorgeschlagen: Campino zurückhaltend

Für seinen Auftritt bei der Echo-Gala ist der Tote-Hosen-Sänger Campino für das deutsche Bundesverdienstkreuz vorgeschlagen worden. Er reagierte auf die Debatte allerdings zurückhaltend: „Ich habe lediglich das in Worte gefasst, was meiner Meinung nach gesagt werden musste“, sagte er der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“ (Wochenendausgabe).

Campino während seiner Rede bei der letzten Echoverleihung

AP/Axel Schmidt

Er freue sich aber darüber, „dass sich im Nachhinein Leute positiv über meine Rede äußern“. Campino hatte bei der Echo-Preisverleihung Mitte April dagegen protestiert, dass die Rapper Kollegah und Farid Bang trotz antisemitischer, rechtsextremer und frauenfeindlicher Texte mit dem Preis geehrt würden. Der Antisemitismusbeauftragte der deutschen Bundesregierung, Felix Klein, schlug Campino daraufhin für das Bundesverdienstkreuz vor.

Wegen der Ehrung der Rapper gaben zahlreiche Künstler ihren Echo zurück, im Zuge der Debatte wurde der Musikpreis schließlich in seiner bisherigen Form abgeschafft.