NASA will Mars mit Helikopter erkunden

Die US-Raumfahrtbehörde NASA will den Planeten Mars erstmals mit einem Hubschrauber erkunden. Der drohnenartige Helikopter soll nur rund 1,8 Kilo wiegen und nicht viel größer als ein Fußball sein, teilte die NASA bei der Vorstellung des Projekts mit.

Von dem Projekt erhoffen sich die Wissenschaftler beispiellose Eindrücke vom Mars aus der Vogelperspektive. Eine besondere technische Herausforderung ist allerdings die sehr dünne Atmosphäre des roten Planeten.

Landung 2021 angepeilt

Der Mars-Helikopter soll im Juli 2020 zusammen mit einem neuen Mars-Forschungsmobil die Reise antreten und im Februar 2021 auf dem Nachbarplaneten landen. „Die Vorstellung, dass ein Hubschrauber über die Oberfläche eines anderen Planeten fliegt, ist aufregend“, erklärte NASA-Chef Jim Bridenstine bei der Vorstellung.

Rendering zeigt geplanten Mars-Helikopter

AFP/NASA/JPL-CALTECH

Um sich in der dünnen Atmosphäre des Mars in der Luft halten zu können, muss der Hubschrauber superleicht und besonders antriebsstark sein. Der Höhenrekord für einen Helikopterflug auf der Erde liege bei 12.100 Metern, erklärte NASA-Projektmanagerin Mimi Aung. Die Mars-Atmosphäre sei so dünn, dass die Flughöhe des Helikopters beim Abheben auf dem Mars schon einer Höhe von 30.500 Metern auf der Erde entspreche.

3.000 Umdrehungen in der Minute

Der Mars-Helikopter soll über zwei Rotorpaare verfügen, die sich rund 3.000-mal pro Minute drehen. Das ist zehnmal mehr als bei einem Hubschrauber auf der Erde. Das Projekt trage ein „hohes Risiko“ mit sich, räumte die NASA ein. Es biete allerdings im Erfolgsfall auch die Aussicht auf „hohe Erträge“.

Sollte der Helikopter nicht funktionieren, wird das Marsprojekt dennoch nicht scheitern. Denn das Herzstück der Mission, ein neuer Mars-Rover, soll unabhängig vom Helikopter funktionieren. Er soll Informationen zur Bewohnbarkeit des Planeten sammeln, nach Spuren früheren Lebens suchen und Bodenschätze erforschen.