Geringe Beteiligung bei irakischer Parlamentswahl

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Die erste Parlamentswahl im Irak nach dem Sieg über die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) ist zunächst langsam angelaufen. Das irakische Staatsfernsehen meldete heute, die Beteiligung in den ersten Stunden sei gering gewesen. Allerdings berichteten Beobachter am Vormittag, dass die Wahllokale sich füllten. Die Abstimmung hatte in der Früh um 7.00 Uhr Ortszeit (6.00 Uhr MESZ) begonnen.

Tim Petschulat, Wahlbeobachter der Friedrich-Ebert-Stiftung, sagte der Deutschen Presse-Agentur, die Lage in Bagdad sei ruhig. In drei besuchten Wahllokalen hätten etwa 15 Iraker pro Stunde abgestimmt.

Fast 7.000 Kandidaten

Der schiitische Ministerpräsident Haidar al-Abadi rief die Iraker zu einer großen Wahlbeteiligung auf. Die Wahl entscheide über die Zukunft des Landes, sagte Abadi nach der Stimmabgabe in Bagdad.

Wahlberechtigt sind mehr als 24 Millionen Iraker. Um die 329 Sitze im Parlament bewerben sich fast 7.000 Kandidaten. Es gilt als unwahrscheinlich, dass ein einziges Wahlbündnis genug Stimmen erreicht, um allein eine Regierung bilden zu können. Ein Großaufgebot an Sicherheitskräften soll für einen reibungslosen Ablauf sorgen.